Die Linke.SDS Bamberg

Über den SDS

Dienstag 29. April 2008 von Redaktion

Der Gründung des sozialistisch-demokratischen Studierendenverbandes am 5. Mai 2007 ist ein längerer Diskussionsprozess vorausgegangen, an dem neben den bereits bestehenden Hochschulgruppen der ehemaligen Linkspartei.PDS und der ehemaligen WASG auch Hochschulgruppen und Einzelpersonen vom linken Flügel der Juso-Hochschulgruppen, Studierende aus dem Spektrum des einheitsorientierten und modernen Trotzkismus sowie Teile des früheren Bündnisses linker und radikaldemokratischer Hochschulgruppen beteiligt waren. Insofern handele es sich bei dem neuen Studierendenverband um eine plurale Linke, die unterschiedliche politische Impulse aufnehmen und in ihrer Politik fruchtbar machen will. Wir sind zudem basisdemokratisch organisiert bei einer sehr hohen Eigenständigkeit der einzelnen Gruppen.

Mit dem gewählten Namenskürzel SDS versucht der Verband zudem, an die Tradition des früheren Sozialistischen Deutschen Studentenbunds anzuknüpfen. Wir stehen der Partei DIE LINKE nahe, sind organisatorisch und programmatisch allerdings eigenständig. Daher ist, wo nötig, konstruktive Kritik an der Partei bei uns auch durchaus erwünscht.

Unsere Hauptforderungen sind ein gebührenfreies Studium, eine verfasste und mit deutlich mehr Rechten ausgestattete Studierendenvertretung sowie eine Orientierung am humboldtschen Bildungsideal. Bildung darf nicht vorrangig den Bedürfnissen der Wirtschaft angepasst werden, nicht zur reinen Ausbildung verkommen. Insbesondere hier in Bayern setzen wir uns zudem für die Abschaffung des Vetorechts der Bischöfe bei der Besetzung der 21 Konkordatslehrstühlen ein. Gerade hier in Bamberg wurde dieses Recht vor kurzem wieder bei der Besetzung eines Philosophielehstuhls wahrgenommen. Es darf nicht sein, dass die katholische Kirche den von der*die Uni angedachte*n Philosophieprofessor*In ablehnt weil dieser "nur" evangelisch ist.

Die Überlegung, auch in Bamberg eine linke Hochschulgruppe zu günden, gab es bereits seit Gründung der Ortsgruppe des linken Jugendverbandes Solid im Jahr 2005. Im Oktober 2007 wollte sich der SDS Bamberg ganz offiziell gründen und hat die formelle Anerkennung der Universität beantragt. Allerdings schaltete sich das bayrische Staatsministerium für Wissenschaft ein, mehr dazu hier in den Artikeln Zur Gründungsproblematik des SDS in Bamberg, Ottfried über die Hochschulgruppenzulassung und SDS bei Erstsemesterbegrüßung

Das Selbstverständniss des sozialistisch-demokratischen Studierendenverbandes gibt es hier: Selbstverständniss des SDS

Hinweis für angehende Beamte*Innen: Immer wieder müssen wir feststellen, dass gerade in Bayern vorallem Lehramtsstudis, aus Angst wegen ihrem politischem Engagement nicht verbeamtet zu werden, davor zurückschrecken, sich politisch links zu engagieren. Diese Angst ist leider nicht ganz unberechtigt, solche Fälle gab es bereits. Das Gute: Um beim SDS mitzumachen musst du natürlich nicht offiziell Mitglied werden, Sympathiesierende und Mitglieder sind bei uns gleichgestellt, es kommt allein darauf an wie man sich selbst einbringen will. Lass dich von der CSU nicht einschüchtern, auch beim SDS Bamberg engagieren sich bereits mehrere Lehramtsstudis.



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